Infrarot-Strahlungswärme

Was ist Infrarotwärme?

Infrarotstrahlen erwärmen nicht die Luft, sondern die angestrahlten Körper und Gegenstände. Die Temperaturen an Boden und Decke sind praktisch gleich. Weil Zugluft fehlt und die Wände, die Decke und der Boden Wärme abstrahlen, steigt die Behaglichkeit. Die Raumtemperatur kann sogar reduziert werden.

Alles Leben auf der Erde hat sich dank der Strahlungswärme der Sonne entwickelt. Die Wärmestrahlen der Sonne durchdringen nahezu ohne Auswirkung die Erdatmosphäre. Erst beim Auftreffen auf Gegenstände entsteht Wärme, die von den Objekten aufgenommen und teilweise reflektiert wird. Diese Art der Wärme wird Infrarot-Strahlungswärme genannt.

Bereits im römischen Reich hatten die Menschen die wohltuende Wirkung der Strahlungswärme entdeckt. Die Entwicklung endete mit der Erfindung des Kachelofens. Eine Heizungsart die nach wie vor einen sehr guten Ruf besitzt.

Sonnenstrahlen bestehen aus elektromagnetischen Wellen unterschiedlicher Länge. Sie werden unterteilt in UV-Strahlung, sichtbares Licht und Infrarot­strahlung (Bild oben).
Infrarot-Heizkörper übertragen die Wärme hauptsächlich im langwelligen Infrarotbereich (IRC).

Vorteile

  • Behaglich
    Wände, Decke, Boden und Gegenstände im Raum sind gleich warm wie die Raumtemperatur oder wärmer. Luft ist nicht in Bewegung. Es herrscht eine homogene Raumtemperatur.
  • Sparsam
    Die Raumtemperatur kann, bei gleichbleibender Behaglichkeit, um ca. 1 bis 3 °C reduziert werden. Dies spart Energie und Kosten.
  • Luft trocknet nicht aus
    Durch die Senkung der Raumtemperatur trocknet die Luft weniger aus.
  • Verhindert Schimmel
    Die Bildung von Kondenswasser wird verhindert. Feuchtes Mauerwerk trocknet aus.
  • Gesunde Luft
    Praktisch keine Konvektion. Deshalb wird auch kein Staub aufgewirbelt, was besonders Allergiker zu schätzen wissen.