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Pressemitteilung RWE Effizienz vom 1.3.2011

Elektrospeicher als Puffer für Ökostromspitzen?

Die RWE Effizienz GmbH, ein Tochterunternehmen des Essener Energieversorgers RWE, startet in Zusammenarbeit mit der Siemens Energy und der tekmar GmbH ein Forschungs- und Entwicklungs-Projekt mit 50 Kunden der RWE Vertrieb AG in Essen. Ziel ist die Erprobung der technischen und wirtschaftlichen Einsatzreife eines innovativen Lademodells zur verbesserten Integration von fluktuierenden Ökostromspitzen in Elektro-Speicherheizungen.

windheizung-160Die Energiewirtschaft sucht heute nach Möglichkeiten, regenerativen Strom, der auch in Zeiten geringen Verbrauchs erzeugt wird, zu speichern. Vor diesem Hintergrund hat die RWE Effizienz zusammen mit der Siemens Energy und der tekmar GmbH ein innovatives Steuerungskonzept für Elektro-Speicherheizungen entwickelt.

„Mit dem innovativen Modell der Windheizung lassen sich die heute starren Ladezeiten der elektrischen Speicherheizung aufheben und flexibel an die nicht planbare Einspeisung von regenerativ erzeugtem Strom anpassen. Damit wird regenerativ erzeugter Strom besser als bisher im Stromnetz integriert und die Effizienz der Energieversorgung in Deutschland weiter erhöht“, so der technische Geschäftsführer der RWE Effizienz, Dr. Norbert Verweyen. „Auch die Kunden profitieren damit durch mehr Komfort und geringere CO2-Emissionen.“

„Auch wir sind davon überzeugt, mit solchen modernen Konzepten zum automatischen Lastmanagement einen wichtigen Beitrag zum Aufbau intelligenter Stromnetze zu leisten“, so Dr. Jan Mrosik, CEO der Business Unit Energy Automation im Siemens-Sektor Energy von Siemens, der zusammen mit der RWE Effizienz für das zentrale Steuerungskonzept verantwortlich zeichnet. „Dieses Projekt zeigt das nennenswerte Potenzial für die Integration von steuerbaren Lasten, zum Beispiel auch Wärmepumpen, in das Lastmanagement. Mit unserem dezentralen Energiemanagementsystem DEMS steuern wir die nötige Technik dazu bei.“

Für eine breite Marktdurchdringung müssen sich sowohl die notwendigen Zusatzinvestitionen für alle Beteiligten lohnen als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechend gesetzt werden. Das F&E-Projekt soll auch hierzu aussagekräftige Ergebnisse liefern. Die RWE Effizienz und die Siemens Energy wollen bis zum Ende der Heizperiode 2011/12 konkrete Ergebnisse zum Lastmanagement im Endkundensegment entwickeln.

„Wenn wir diese Anwendung für den Kunden wirtschaftlich attraktiv entwickeln können, lässt sich das auf weitere Stromanwendungen übertragen und wir kommen der besseren Integration von regenerativ erzeugtem Strom einen großen Schritt näher“, so Verweyen.

Die Erprobung der Windheizung ist Teil der Projektreihe „Energiehaus der Zukunft“, unter deren Dach die RWE Effizienz ihre Projekte im Bereich Forschung und Entwicklung bündelt. Hier werden Produktideen einer praktischen Bewertung unterzogen und ausgearbeitete Produktkonzepte wie die Windheizung in Praxistests auf ihre Einsatzreife erprobt. Alle Projekte werden wissenschaftlich begleitet.

Quelle: RWE Effizienz GmbH