Strahlungswärme erwärmt nicht die Luft, sondern die angestrahlten Körper und Gegenstände. Die Temperaturen an Boden und Decke sind praktisch gleich. Weil Zugluft fehlt und die Wände, die Decke und der Boden Wärme abstrahlt, steigt die Behaglichkeit. Die Raumtemperatur kann sogar reduziert werden.
Alles Leben auf der Erde hat sich dank der Strahlungswärme der Sonne entwickelt. Die Wärmestrahlen der Sonne durchdringen nahezu ohne Auswirkung die Erdatmosphäre. Erst beim Auftreffen auf Gegenstände entsteht Wärme, die von den Objekten aufgenommen und teilweise reflektiert wird. Diese Art der Wärme wird Strahlungswärme genannt.
Bereits im römischen Reich hatten die Menschen die wohltuende Wirkung der Strahlungswärme entdeckt. Die Entwicklung endete mit der Erfindung des Kachelofens, eine Heizungsart, die nach wie vor einen sehr guten Ruf besitzt.
Sonnenstrahlen bestehen aus elektromagnetischen Wellen unterschiedlicher Länge. Sie werden unterteilt in UV-Strahlung, sichtbares Licht und Infrarotstrahlung (Bild oben).
Infrarot-Heizkörper übertragen die Wärme hauptsächlich im mittelwelligen (IRB) und langwelligen (IRC) Infrarotbereich.